Akkreditierung
Der MBA-Titel als solcher ist nicht geschützt und kann daher von jedem verliehen werden. Entsprechend breit ist auch das Qualitätsspektrum der Ausbildung. Es reicht von der international anerkannten Topschule über gute, neuere Angebote bis hin zu Kursen auf Volkshochschulniveau oder reinen Titelmühlen, wo es einen Abschluss per Scheck gibt. Hinweise auf die Qualität eines Programms gibt die Akkreditierung durch eine für den Fachbereich relevante Akkreditierungsorganisation.
Die älteste und bekannteste Akkreditierungsorganisation ist die amerikanische AACSB International. Als Gegenpol gegen die US-geprägten Standards führte die European Foundation for Management Development (EFMD) 1997 ihr eigenes Gütesiegel Equis ein. Dritter im Bunde der international relevanten Akkreditierungsorganisationen ist die 1967 gegründete, britische Amba.
Dabei ist seit einigen Jahren ein Trend zur Mehrfachakkreditierung zu beobachten und inzwischen können sich etliche Schulen sogar mit allen drei Gütesiegeln schmücken. In Deutschland hat bisher (Stand März 2009) nur die Mannheim Business School die so genannte Triple Crown.
Anders ist die Situation in Deutschland. Hier liegt die Begutachtung einzelner Programme in Hand von mehreren vom Akkreditierungsrat authorisierten Agenturen. Im Bereich Wirtschaft sind dabei vor allem die vier Agenturen Acquin, Aqas, Zeva und Fibaa tätig. Eine Akkrediterierung durch sie besagt jedoch lediglich, dass ein MBA-Programm die Mindeststandards erfüllt. Im internationalen MBA-Markt spielen sie daher kaum eine Rolle.