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Weltweiter Marktführer

Die Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB) wurde bereits 1916 von 17 führenden US-Hochschulen ins Leben gerufen und ist damit die älteste Akkreditierungsagentur für MBA-Programme. Inzwischen akkreditiert sie Business Schools weltweit. Dabei begutachtet sie stets die gesamte Schule mit all ihren Studiengängen.

Die AACSB ist eine Non-Profit-Organisation. Als fachliche Akkreditierungsagentur für Studiengänge (undergraduate und graduate) in Business Administration und Accounting ist sie beim Council for Higher Education Accreditation (CHEA) anerkannt. Seit 1991 erfolgte die Akkreditierung „mission based". Das heißt, die Schule muss eine klare Zielsetzung haben (z.B. Wir wollen die beste Managementausbildung in der Region anbieten) und nachweisen, dass ihre Programme diese auch erfüllen.

Im März 2006 waren 515 Institutionen akkreditiert, davon 435 in den USA und 16 in Kanada. In Europa hatten 33 und in Asien zwölf Schulen das AACSB-Gütesiegel. In Deutschland sind bisher (Stand Juli 2006) nur die Universitäten Mannheim und Frankfurt sowie die Handelshochschule Leipzig akkreditiert.

Die Akkreditierung ist ein aufwendiger Prozess, der mehrere Stufen umfasst. Zunächst muss die Schule Mitglied der AACSB werden und eine so genannte „Eligibility Application" stellen, also einen Antrag zur Zulassung zum Akkreditierungsprozess. Wird diesem stattgegeben, entwickelt die Schule gemeinsam mit einem Mentor einen Akkreditierungs-Plan.

Dieser ist Bestandteil des strategischen Plans der Schule. Im nächsten Schritt sichtet das „Initial Accreditation Committee" den Plan und genehmigt ihn oder schlägt Verbesserungen vor. Ab dann muss die Schule jährlich einen Report über ihre Fortschritte bei der Umsetzung des Plans vorlegen. Die „Initial Accreditation" muss innerhalb von fünf Jahren nach der Akzeptanz des Plans erfolgen. Zwei Jahre vor der erwarteten Akkreditierung wird der Leiter des „Peer Review Teams" ernannt, der die Schule beim weiteren Prozess begleitet.

Gemeinsam mit ihm bereitet die Schule ihren „Self-Evaluation Report" vor. Dann ernennt das „Initial Accreditation Committee" die anderen Mitglieder des „Peer Review Teams". Das Team überprüft den Selbstevaluierungsbericht und schickt seine Bewertung an das „Initial Accreditation Committee". Danach findet der Besuch des Teams statt und das Team spricht seine Empfehlung aus, die noch einmal vom Kommittee überprüft und dann verabschiedet wird und an das „Board" weitergeleitet wird.

Vorsicht bei Dual-Degree-Programmen. Hier bieten zwei Schulen ein gemeinsames Programm an und die Absolventen erhalten die MBA-Titel beider Schulen. Bietet eine akkreditierte Schule ein Programm mit einer Partnerschule an, ist dieses Programm zwar automatisch in die Akkreditierung miteinbezogen, das Programm selbst aber ist nicht akkreditiert. Das wird gern verschleiert und so manche nicht akkreditierte Partnerschule schmückte sich sogar schon - fälschlicherweise - mit dem AACSB-Siegel.

Auch bei der Qualität so mancher Dual-Degree-Programme gab es Zweifel. Zwar ist die akkreditierte Schule verpflichtet, dafür zu sorgen, dass auch das Kooperationsprogramm die AACSB-Standards erfüllt, überprüft wird das von der AACSB jedoch nicht. Erst bei der Re-Akkreditierung nach fünf Jahren wird auch das gemeinsame Programm in die Prüfung miteinbezogen.

www.aacsb.edu

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