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Online-Jobsuche: Die Jagd ist eröffnet
News Barbara Ward - 20.08.2009
Die Zeiten, in denen MBA Studenten nach einem Praktikum direkt mit einem Vertrag in der Tasche für das zweite Studienjahr an den Campus zurückkehrten, sind wohl endgültig vorbei. Auch die Zahl der Firmen, die an den Schulen rekrutieren, ist gesunken. Und die noch kommen, bieten immer weniger Jobs an. Die Business Schools starten daher neue Partnerschaften – im Internet, wo sonst?
Doostang heißt einer der seit neuestem umworbenen Online-Anbieter, mit denen namhafte Schulen jüngst Kooperationen eingegangen sind: Nachdem die Wharton School mit Doostang zusammen arbeitet, zogen andere Schulen wie Darden School of Business oder Cornell's Johnson Graduate School of Management schnell nach. Das von einem Stanford MBA Alumni gegründete Social Network hat sich mittlerweile als erste Anlaufstelle für jobsuchende MBAs in den USA entwickelt. Für die Studenten liegen die Vorteile auf der Hand: Sie können auf Stellenausschreibungen zugreifen und ein Netzwerk von Recruitern kontaktieren.
Aber auch in Europa tut sich einiges: Insead kooperiert seit Anfang Mai mit Doostang. „Wir haben ein Jobangebot mit über 2.000 Vakanzen, aber es ist für uns natürlich ein großes Plus, wenn wir unseren Studenten noch weitere tausend Jobs anbieten können. Insbesondere in diesem schwierigen Jobmarkt.“ sagt Sandra Schwarzer vom Karriere-Service bei Insead gegenüber BusinessWeek.
Nicht unwichtig ist für europäische Schulen mit einem hohen Anteil US-amerikanischer Studenten der Zugang zum US-Markt. Sie haben es ohne die Online-Kooperation schwer, ein ähnliches Netzwerk aufzubauen, wie Studenten in amerikanischen Studiengängen. „Das Feedback war extrem positiv“, so Schwarzer weiter. Studenten erhielten auch Einladungen zum Vorstellungsgespräch aus den USA. Aufgrund dieses positiven Ergebnisses plant Insead die Kooperation fortzuführen.
Ivy Exec ist ein weiterer Anbieter auf dem Arbeitsmarkt für MBA Absolventen. Die web-basierte Recruiting-Firma bietet aktuell mehr als 3.600 relevante Jobangebote, darunter hoch dotierte Positionen wie ein Vizepräsident Finanzen oder Teilhaber einer Finanzberatung.
Damit ist Ivy Exec ein lukrativer Partner für Schulen wie die Fuqua Business School der Duke University, bei denen die Zahl der Rekrutierungen seit der Weltwirtschaftskrise enorm eingebrochen ist. Studenten von Duke und Fuqua erhalten daher mittlerweile eine Premium-Mitgliedschaft für Ivy Exec. Ähnliche Partnerschaften laufen mit der London Business School und Stern School of Business.
Während MBA Absolventen mit Hilfe ihrer Schulen alle Register ziehen, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, freuen sich die neuen Online-Jobbörsen über hochkalibrige Partner und Rekordklicks. Gewinner gibt es in jeder Krise.
