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LBS: "Es ist deprimierend"

Die London Business School (LBS) leidet besonders unter der Wirtschaftskrise. Im Finanzbereich gibt es kaum mehr Jobs und die Branche wird auch künftig an Attraktivität verlieren. Dennoch sind die Bewerberzahlen für das MBA-Programm gestiegen.

"Wer in diesem Jahr sein MBA-Studium abschließt, hat das schlechtmöglichste Jahr erwischt", sagt Julian Birkinshaw, Deputy Dean of Programmes an der LBS. Denn im Bankenbereich, wo bisher rund 40 Prozent der Absolventen landeten, gebe es so gut wie keine Jobs. "Wir kämpfen darum, dass die großen Banken überhaupt zum Rekrutieren auf den Campus kommen", so Birkinshaw. "Es ist wirklich hart und sehr deprimierend."

Auch 2010 werde noch schwach sein, erst 2011 gehe es vielleicht wieder etwas aufwärts, glaubt der LBS-Dean. Insgesamt werde es jedoch weniger Jobs im Finanzbereich geben. Zudem führten die strengeren Regulierungen dazu, dass die Einkommen sinken und die Branche daher unattraktiver wird. Das werde langfristig auch Auswirkungen auf den MBA-Markt haben. "Viele werden sich fragen, ob sich die Investition in das teure MBA-Studium noch lohnt", so Birkinshaw. Daher dürften auch die Studiengebühren künftig nicht mehr so stark steigen wie das in den letzten Jahren der Fall war.

Derzeit verzeichnet die LBS noch ein Bewerber-Plus von rund zehn Prozent beim Vollzeit-MBA. Die Klasse soll daher von 320 auf 380 Studenten vergrößert werden. Das größte Wachstum kommt allerdings nicht aus Europa, sondern aus Asien. Ziel der Schule ist es deshalb, mehr Studenten aus Großbritannien und Kontinentaleuropa zu gewinnen.

www.london.edu

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