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Korea: Massives Reformprogramm

Während die Globalisierung bei koreanischen Konzernen wie Samsung Electronics oder Hyundai Motors schon seit Jahren Einzug gehalten hat, beschränkten sich die koreanischen Business Schools viel zu lange auf nationale Themen und eine koreanische Perspektive. Das ändert sich seit einiger Zeit.

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Die führenden koreanischen Universitäten durchlaufen derzeit ein massives Reform-Programm, das sich an amerikanischen Vorbildern orientiert, berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Week. Ziel ist es, den Anschluss an die asiatischen Business Schools in Hongkong, Singapur und China zu schaffen, die heute bereits mit den führenden europäischen und amerikanischen Schulen konkurrieren. „Globalisierung ist unsere neue Mission", beschreibt Jang Hasung, Dean der Korea University Business School die neue Stoßrichtung.

Seine Schule setzt sich an die Spitze der Reform: Mehr als die Hälfte aller Kurse finden bereits in Englisch statt. Um die Lehrpläne vergleichbar mit denen führender amerikanischen und europäischen Schulen zu machen, ließ sich die Business School der Korea University bereits 2005 von der AACSB akkreditieren. 2007 folgte die Akkreditierung durch Equis. Zudem kooperiert das Institut mit ausländischen Partnern. In den letzten Jahren schuf die Schule Austauschprogramme mit rund hundert Business Schools in den USA, Asien und Europa und holte damit 300 ausländische Studenten nach Korea.

Im vergangenen Jahr schmiedete die Business School zudem eine Allianz mit der National University of Singapore und der Fudan University in Shanghai und startete ein 18monatiges Programm, bei dem Studenten sechs Monate an jeder Schule verbringen. Das Programm „S cube” - der Name steht für die drei Metropolen Seoul, Shanghai und Singapur - soll „Studenten helfen, den größtmöglichen Nutzen aus den verschiedenen Stärken der drei Nationen und einem asiatischen Netzwerk zu ziehen," erläutert Jang. Inzwischen sind 31 Studenten eingeschrieben, die ersten schließen im nächsten Februar das Studium ab.

Die Korea University ist damit in guter Gesellschaft: Insgesamt sind bereits sechs koreanische Business Schools von der AACSB akkreditiert und bieten englischsprachige MBA-Programme an, darunter die Seoul National University, die Yonsei University und das Korea Advanced Institute of Science & Technology. „Wir mögen vielleicht Spätstarter sein, aber Korea entwickelt sich jetzt schnell zu einem führenden Zentrum für Business Education in Asien“  sagt Song Jae Yong, Associate Dean der Seoul National University Business School.

Eine Strategie, um Studenten auf der Suche nach einer internationalen Erfahrung anzulocken, ist das Angebot dualer Programme in Kooperation mit einer ausländischen Uni. So startete Seoul National beispielsweise 2006 ein Programm mit der amerikanischen Duke University: Wer an das Jahr in Seoul noch ein Jahr auf dem Campus der US-Schule anhängt, bekommt einen MBA-Abschluss von beiden Schulen. Ähnlich Programme startete die Schule mit der französischen Essec Business School und der Peking University.

www.businessweek.com

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