Business Schools » Business School News » Orientations » Rankings » Artikel
ISB: Lukrative Einladung
Business Schools Bärbel Schwertfeger - 24.11.2008
Im Januar war die Indian School of Business (ISB) in Hyderabad erstmals im Ranking der Financial Times (FT) vertreten und landete auch gleich auf Platz 20 weltweit. Dabei erfüllte die Schule nicht einmal die Voraussetzungen für die Teilnahme am Ranking. Nun überraschte sie mit einer einfachen Erklärung.
"Um in die Rangliste aufgenommen zu werden, muss eine Business-Schule von einer Organisation wie AACSB, Amba oder Equis akkreditiert sein", schrieb die FT bei den Zulassungskriterien zu ihrem Ranking der Vollzeit-Programme. Die ISB verfügt bisher über keine der genannten Akkreditierungen. Erst 2007 hatte sie den Antrag auf Akkreditierung bei der AACSB gestellt, und vor allem bei der Erst-Akkreditierung kann der Prozess einige Jahre dauern.
Wie ist es der ISB also gelungen, dennoch ins Ranking zu kommen? Auf der World MBA Tour lieferte Sanjay Singh, Assistant Director - Admissions & Financial Aid an der ISB, nun eine einfache Erklärung. "Wir haben Della Bradshaw für einige Tage nach Hyderabad eingeladen, und sie konnte sich selbst ein Bild von der Schule machen", erklärte Singh. Zudem habe die für das Ranking zuständige FT-Redakteurin ja auch bei AACSB nachfragen können. Das ist allerdings Unsinn. Denn die Akkreditierungs-Organisationen geben grundsätzliche keine Auskunft über laufende Verfahren. Sie sagen sogar nicht einmal, welche Schule die Akkreditierung beantragt hat.
Noch bemerkenswerter ist allerdings die Erklärung von Della Bradshaw für die Aufnahme der ISB ins Ranking: "Die Akkreditierung durch eine amerikanische oder europäische Organisation gilt nur für amerikanische and europäische Schulen. Wir betreiben schließlich keinen Kulturimperialismus".
