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Finanzkrise: Verkehrte Welt

Im MBA-Markt gilt: Je schlechter die Wirtschaftlage desto höher die Zahl der Bewerber beim Vollzeit-MBA. Beim Executive MBA sieht das anders aus, wie die Umfrage bei einigen Topschulen zeigt.

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"In den letzten Wochen vor dem Start der neuen Klasse haben wir einige Teilnehmer aus der Finanzbranche verloren", erklärt Edward Buckingham, Associate Director für das Executive MBA Programm am Insead. So startete die neue Klasse am 25. Oktober mit 67 Studenten, im Vorjahr waren es 74.

Auch bei der WHU gab es Ausfälle. "Wir hatten 30 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahr", erklärt EMBA-Direktorin Bernadette Conraths. Doch mit der Finanzkrise hätten einige Unternehmen ihre Unterstützung zurückgezogen, oder die Teilnehmer hätten ihr Studium erst einmal aufgeschoben.

An der Chicago Graduate School of Business spürt man dagegen noch keine direkten Folgen. "Wir beobachten die Situation sehr aufmerksam", sagt William Kooser, Associate Dean des Executive MBA Programms.

Auch die Mannheim Business School blieb bisher verschont. "Wir verzeichnen derzeit auch beim Executive-MBA weiterhin steigende Interessenten- und Teilnehmerzahlen aus dem In- und Ausland", erklärt Präsident Christian Homburg. So starteten vor kurzem 49 Teilnehmer mit dem EMBA - mehr als je zuvor.

Auch an der britischen Ashridge Business School begann mit 36 Teilnehmern (mehr lässt die Schule nicht zu) die bisher größte EMBA-Klasse überhaupt. "Die Unternehmen erkennen, dass sie jetzt etwas tun müssen, um ihre Talente zu halten", erklärt Programmdirektor Steve Seymour. So wird das Studium bei der Mehrheit der Teilnehmer (bei 28 von 36) komplett vom Arbeitgeber finanziert.

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